TÜV & Hauptuntersuchung 2026: Was die Prüfung kostet und wie sie abläuft
Alle zwei Jahre — bei Neuwagen erstmals nach drei Jahren — steht für jeden Pkw die Hauptuntersuchung (HU) an, umgangssprachlich meist "TÜV" genannt, obwohl auch DEKRA, GTÜ und KÜS bundesweit als Prüforganisationen zugelassen sind. 2026 sind die Gebühren bei mehreren großen Anbietern zum 1. Januar erneut gestiegen.
Bundesweit einheitliche Preise gibt es nicht: Die Gebühren unterscheiden sich je Bundesland und je Prüforganisation. Für die kombinierte Haupt- und Abgasuntersuchung eines Pkw bis 3,5 Tonnen bewegen sich die Kosten 2026 nach aktuellen Vergleichen meist zwischen etwa 130 und rund 170 Euro — Ihre konkrete Prüfstelle vor Ort nennt den verbindlichen Preis.
Wichtig für den Vergleich: Die reine Prüfgebühr ist nicht das gesamte Budget. Wer die HU direkt über eine Werkstatt vereinbart, zahlt häufig zusätzlich für eine vorherige Durchsicht mit Sichtprüfung von Bremsen, Beleuchtung, Reifen und Fahrwerk — freiwillig, aber sinnvoll, um eine kostenpflichtige Nachprüfung zu vermeiden.
Bei der Prüfung selbst unterscheiden die Prüfingenieure drei Mängelklassen: Geringfügige Mängel, etwa leicht eingerissene Wischerblätter, führen zur Plakette mit Hinweis auf Selbstbehebung. Erhebliche Mängel, etwa verschlissene Bremsbeläge, verlangen eine kostenpflichtige Nachprüfung innerhalb eines Monats. Gefährliche Mängel, etwa eine durchgerostete Bremsleitung, bedeuten Prüfungsverweigerung — im Extremfall darf das Fahrzeug dann nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen.
Bei erheblichen Mängeln gilt: Wird der Mangel innerhalb eines Monats in einer Werkstatt behoben und die Nachprüfung besteht, fällt meist nur eine reduzierte Nachprüfgebühr an. Wird die Frist verpasst, ist die komplette Hauptuntersuchung erneut in voller Höhe fällig — ein guter Grund, kleine Mängel nicht auf die lange Bank zu schieben.
Auffällig häufige Mängelquellen bei der HU sind laut langjähriger Statistik der Prüforganisationen: Beleuchtung, Bremsanlage, Achsen und Federung sowie Öl- oder Flüssigkeitsverlust. Wer diese Bereiche vor dem Termin gezielt prüfen lässt, senkt das Risiko einer Nachprüfung spürbar.
Wer den Termin verpasst, riskiert nach Ablauf der zulässigen Frist ein Bußgeld, das gestaffelt mit der Dauer der Überziehung steigt. Ein Blick auf die HU-Plakette am Kennzeichen — sie zeigt Monat und Jahr der nächsten Fälligkeit — reicht, um den Termin rechtzeitig im Kalender zu vermerken.
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Häufige Fragen
Für die kombinierte Haupt- und Abgasuntersuchung eines Pkw bis 3,5 Tonnen meist zwischen etwa 130 und rund 170 Euro, je nach Bundesland und Prüforganisation — die Preise wurden zum 1. Januar 2026 bei mehreren Anbietern angehoben.
Bundesweit zugelassen sind unter anderem TÜV, DEKRA, GTÜ und KÜS. Die Preise können je nach Organisation und Region leicht abweichen.
Sie erhalten keine Plakette und müssen den Mangel innerhalb eines Monats beheben lassen. Wird die Nachprüfung fristgerecht bestanden, fällt meist nur eine reduzierte Nachprüfgebühr an — sonst wird die volle HU erneut fällig.
Alle zwei Jahre, bei Neuwagen erstmals nach drei Jahren.
